In Deutschland werden pro Person durchschnittlich 1,5 Jeans im Jahr, in den USA sogar durchschnittlich 4 Jeans im Jahr gekauft. Dabei ist die Herstellung einer Jeans mehr als umweltbelastend, denn sie verbraucht überdurchschnittlich viel Wasser und verunreinigt dieses im Übermaß:

Ein bekannter amerikanischer Jeans-Hersteller ließ ermitteln, dass bei der Herstellung einer Jeans im Schnitt 3500 Liter Wasser und 111 Kilowattstunden Energie verbraucht und dabei 32 Kilogramm Kohlendioxid frei werden.

Hinzu kommt noch die Behandlung mit Chemikalien des Stonewashed-Verfahrens wie dem hochgiftigen Kaliumpermanganat oder das Schmirgeln des Stoffes, um einen Distressed Look zu erzeugen. Die Jeans wird also erst unter hohem Energie- und Ressourcenverbrauch hergestellt, um dann gezielt wieder für den Verkauf zerstört zu werden. Es entsteht der Used Look – und für den zahlt der Verbraucher (Quelle: Michael Kubitza, Der hohe Preis der billligen Klamotten, 2012).

Das sollte zu denken geben, denn es geht auch anders, wie umweltbewusste Unternehmen zeigen. Es gibt zertifizierte Siegel, die diese bestätigen. Meist befinden sich diese Siegel direkt am Etikett.

Die vom Bundesentwicklungsministerium ins Leben gerufene App Siegelklarheit kann kostenlos heruntergeladen werden und hilft weiter.

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