Von Trump-Zitaten und Feminismus: Corinna Kolter reagiert mit ihrer Kollektion auf den fortwährenden Kampf von Frauen um Gleichberechtigung.

Die Malerin Marie Ellenrieder war eine Vorreiterin ihrer Zeit. 1813 war es ihr als erste Frau erlaubt, an der Kunstakademie in München zu studieren und Künstlerin zu werden. Damit ebnete sie den Weg für ganze Generationen von Frauen, die bis heute um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung kämpfen. Das Gemälde Ellenrieders war Anstoß für die angehende Designerin, sich mit feministischer Kunst im 21. Jahrhundert und dem immer noch andauernden Sexismus in der Kunst auseinanderzusetzen. Ihre Kollektion richtet sich an junge Künstlerinnen, „die leidenschaftlich um ihr Recht und ein gleichberechtigtes Frauenbild kämpfen“, so Corinna Kolter.

In ihrem Outfit vermischt sie das Korsett als historische Vorlage und Inbegriff des Gefühls in Kleidung eingezwängt zu sein mit sexistischen Sprüchen aus dem aktuellen Zeitkontext. So zieren das feminine Spitzenoberteil schwarze Buchstaben, die den immer wiederkehrenden Satz „I tell my friends to be rougher with their wives“ bilden – ein Zitat von Donald Trump aus einem Interview im Jahr 1994. Was hat sich seither getan? Ist Sexismus noch immer salonfähig? Corinna Kolter konfrontiert uns durch diese Mischung aus plakativen Elementen und transparente Stoffschichten mit der Lebenswirklichkeit vieler Frauen von damals und heute.

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