Voluminöse, überlappende Formen und viel freie Haut – die Kreation der angehenden Designerin Sarah Finger zieht sofort Blicke auf sich. In ihrer Kollektion „What for …?“ überspitzt sie nicht nur Formen und Größen der Kleidungsstücke, sondern hinterfragt auch, was es bedeutet, sich selber zu inszenieren. Inspiriert hat sie dazu das Gemälde der Alberta von Freydorf von Johann Baptist Tuttiné.

Albertas Porträt erinnerte sie an die Instagram-Reisegeneration der heutigen Zeit: Jeder noch so kleine Moment wird präsentabel gemacht und auf einem Foto festgehalten. Alles wird inszeniert für die Show-Off-Community – denn für sie ist schließlich nur wahr, was andere von ihr denken. Aber während man für das nächste Instagram-Bild posiert, verpasst man das wahre Leben – so die Annehme: Orte bewusst wahrnehmen, sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzen und die Begegnung mit neuen Menschen. Zeit sich einmal selber zu fragen, wofür man das alles überhaupt mitmacht. Auch dafür steht der Name von Sarahs Kollektion: What for? Also frei übersetzt: Wozu überhaupt?

Detailaufnahme der Kreation von Sarah Finger.

Wer weiß, vielleicht hat sich auch Alberta gefragt, wozu sie sich so inszenieren lassen musste. Damals war ein Standesporträt aber etwas Besonderes, das man nicht ständig von sich machen ließ – anders als unsere Bilderflut heute. Sarahs Kollektion soll zum Nachdenken und Reflektieren über das „schöne Inszenieren“ anregen, sodass wir uns beim Betrachten ihrer Mode fragen: Das sieht nice aus, aber was daran stimmt nicht?

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