Alberta von Freydorf – Teil I

Auch wenn die dargestellte Frau an sie erinnert: Es ist nicht Sissi! Eine ViP ist sie aber dennoch, es handelt sich nämlich um Albertine von Freydorf. Als Johann Baptist Tuttiné sie 1870 malte, war sie 24 Jahre jung und bereits zweifache Mutter.

Alberta, wie sie genannt werden wollte, stammte ursprünglich aus einer Adelsfamilie in Hessen, kam aber schon mit fünf Jahren nach Karlsruhe. Und wie damals nun mal so üblich, wurde Alberta bereits im zarten Alter von 20 Jahren verheiratet – an den 27 Jahre älteren Rudolf von Freydorf.

Der war als badischer Minister und ebenfalls Adeliger, genau das, was man damals als „gute Partie“ bezeichnete. Durch diese Heirat gelangte Alberta in Karlsruher Künstlerkreise. Weil sie auch selber Gedichte und Geschichten schrieb, traf man sie häufig im literarisch-künstlerischen Salon ihrer Freundin und Schriftstellerin Josephine Scheffel in der Stephanienstraße 18 an.

Dort verkehrten auch Maler, zum Beispiel Moritz von Schwind, dessen großes Wandfresko noch heute im Treppenhaus der Kunsthalle Karlsruhe zu sehen ist. Vermutlich traf Alberta von Freydorf in diesem Salon auch auf den Maler Johann Baptist Tuttiné, der sie später malen sollte.

Johann Baptist Tuttiné: Alberta von Freydorf, 1870, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.
Ursprünglich war das Gemälde heller und die Farben leuchtender. Mit der Zeit können Farben nachdunkeln.

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