Covered / uncovered

Zwischen Bodyshaping und Verschleierung: Stella Muriel Müller beschäftigt sich in ihrer Kollektion mit der Selbstbestimmung der Frau.

Auf dem Paarporträt von Marie Ellenrieder reitet eine feine Dame. Ihr voluminöses Kleid verbirgt ihre wahren Formen. Nur ihr Gesicht gibt uns einen Hinweis darauf, wer hier dargestellt ist.

Stella Muriel Müller vergleicht das Verschwinden der weiblichen Formen der Dame auf Ellenrieders Portraits mit anderen Formen der Verhüllung. In ihrer Kollektion gibt sie Raum zum Nachdenken über gesellschaftliche Konventionen durch die Jahrhunderte und über Veränderungen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Sind wir frei darin zu tragen, was wir wollen? Was tragen wir, um uns selbst auszudrücken?

Die Outfits ihrer Kollektion wirken mutig, fast schreien sie einen an – und das tun sie nahezu wirklich, denn weitaufgerissene Münder zieren die Hose in der Ausstellung. Knallige Neonfarben, zerschlissene Jeansstoffe und absichtlich unsaubere Nähte irritieren zunächst, machen aber auch den besonderen Reiz aus. „Die Mode der Frau ist ein Spiel. Sie macht Spaß. Und sie ist farbenfroh“, so die angehende Designerin.

In die Hosenbeine sind Reißverschlüsse eingelassen, die je nach Bedarf mal mehr und mal weniger Körperbetonung und Beinfreiheit zulassen. Die flügelartigen Ärmel sind an die Seiten der grünen Jacke angenäht, aber zu den Schultern hin offen. Indem sie historische Mieder als Vorlagen modifiziert oder auseinandernimmt, entwirft Stella Muriel Müller eine Variante einer „freien Verschleierung“, so dass in der vermeintlichen Enge – unabhängig davon, ob diese modisch, gesellschaftlich, kulturell oder auch religiös begründet ist – eine neue Freiheit entsteht.

Modekünstler*innen I

Foto: Ministère de la Culture (France), Médiathèque de l’architecture et du patrimoine, dist. RMN-GP

Charles Frederick Worth – Leidenschaft für die Kunst

Lange vor Karl Lagerfeld gab es schon im 19. Jahrhundert einen besonders selbstbewussten Modeschöpfer – einen Allmächtigen der Mode, wenn man so will: Charles Frederick Worth (1825-1895). Er gilt als der Vater der Haute Couture, der maßgeschneiderten und daher sehr luxuriösen Mode. Der Unterschied zu den bisherigen Kleidermacher*innen lag vor allem im Arbeitsprozess: Während die Schneider*innen vorher schlicht die Wünsche ihrer Auftraggeber*innen mit bereits ausgewählten Stoffen ausführten, wurde ein Kleid nun von einer einzigen Person entworfen UND produziert. Jetzt verband man Stil und Kreativität mit dem Modeschöpfer, nicht mehr nur mit der Trägerin des Kleides.

Bevor Worth nach Paris kam und dort in der Rue de la Paix ein Modehaus eröffnete, lebte der gebürtige Engländer in London. Dort verbrachte er seine Sonntage in der National Gallery, zeichnete die prachtvollen Gewänder auf den Gemälden der Alten Meister nach und prägte sich die Ornamente und Farben genau ein. Für seine eigenen Kleider verwendete er später nur die kostbarsten Materialien. Seine Vorliebe für italienische und niederländische Meister des 16. und 17. Jahrhunderts behielt er bei, als er 1845 in die französische Hauptstadt zog. Auch hier bestanden seine Sonntage aus Museumsbesuchen.

Wie viele Maler*innen der Romantik betonte auch Worth, er brauche die Inspiration, um seine Kleider zu erschaffen. 1877 beauftragte er die Seidenmanufaktur Tassinari & Chatel einen Stoff mit einem Augen-und-Ohren-Muster herzustellen. Dieses war vom berühmten Rainbow-Portrait Elizabeth I. inspiriert, die dieses Muster auf ihrem Mantel trägt. Was seltsam anmutet, war zur Zeit Elizabeths I. ein Symbol für Macht – alles sehen, alles hören!

Die Leidenschaft zur Kunst machte sich auch im Anwesen von Worth bemerkbar. Ähnlich wie einige erfolgreiche Maler*innen dieser Zeit stattete er sein Haus mit Antiquitäten aus und gestaltete es so zu einer Mischung aus Museum und Kunstkabinett. Da liegt es nur nahe, dass Worth auch seine eigenen Entwürfe zum Status eines Kunstwerks erhob, oder?

Aliena Guggenberger studierte Kunst- und Kulturgeschichte in Augsburg und Heidelberg. Schon vor ihrem Studium befasste sie sich mit den Parallelen zwischen Mode und Kunst. Momentan lebt sie in Karlsruhe und plant ihre Dissertation – ebenfalls zu einem Modethema. Für die Ausstellung „K&M – Kunst und Mode“ schreibt sie alle zwei Wochen einen spannenden Beitrag zur Verbindung von Kunst und Mode.

Wer sind eigentlich … Marie Ellenrieder und Rudolf Kuntz?

Wer malte den flotten Ausritt?

Rudolf Kuntz und Marie Ellenrieder haben das Gemälde gemeinsam 1832 gemalt. Kuntz hat sich hier die Pferde vorgenommen, Marie Ellenrieder malte dagegen beide Porträts, also die Personen. Die Dargestellten reiten auf dem sogenannten Karlsruher Feld, vor den Toren der Stadt. Im Hintergrund sieht man das Ettlinger Tor, das es heute allerdings nur noch als Haltestelle der Tram in der Karlstrasse gibt, und daneben den Turm der Stadtkirche.
Rudolph Kuntz, 1797 in Mannheim geboren, hatte bei seinem Vater, Carl Kuntz, einem badischen Hofmaler, gelernt. Er hat sich auf die Darstellung von Tieren, vor allem von Pferden, spezialisiert, was er dann auch so gut beherrschte, dass Großherzog Leopold von Baden ihn 1833 zum Hofmaler ernannte, und er später sogar als „Pferde-Kuntz“ in die Kunstgeschichte einging.

Marie Ellenrieder, 1791 in Konstanz geboren, war zunächst als Miniaturmalerin ausgebildet worden. Um 1800 war diese Kunst sehr beliebt und schien angehenden Kunstschaffenden wohlanzustehen. Dann aber setzte sich ein befreundeter Kunstkenner, der ihre Begabung erkannte, dafür ein, dass sie an der Münchner Kunstakademie aufgenommen wurde, was dann auch geschah. Damit war Marie Ellenrieder die erste Schülerin an einer staatlichen Malschule!

Nach ihrer Ausbildung unternahm die junge Künstlerin von 1822 bis 1824 die damals übliche Italienreise, um dort die Kunst der großen Italiener zu studieren und sich von ihr inspirieren zu lassen. Die selbst dem Religiösen zugeneigte Malerin war tief beeindruckt von ihren Vorbildern Raffael, Perugino und Fra Angelico.

Nach ihrer Rückkehr nach Konstanz wurde sie als Malerin schnell bekannt und erhielt zahlreiche Aufträge für religiöse Bilder, malte aber auch Porträts im engsten Freundes- und Auftraggeberkreis. 1829 wurde sie zur badischen Hofmalerin ernannt. Um für den Hof größere Arbeiten auszuführen, hielt sie sich zeitweise in Karlsruhe auf, wo sie im Hause der mit ihr befreundeten Frau von Hochfelden abstieg. Hier entstand auch das kleine Bild, das Georg Heinrich Krieg von Hochfelden und seine Frau beim Ausritt zeigt.

Mit Zylinder und Kleid hoch zu Ross

Marie Ellenrieder und Rudolf Kuntz Bildnis des Generals Krieg von Hochfelden und seiner Gemahlin, 1832

Georg Heinrich Krieg von Hochfelden (1798 Rastatt -1860 Baden-Baden) hieß genauso wie sein Vater, ein badisch-markgräflicher Hofrat. Er besuchte das Gymnasium, Lyzeum, wie man es damals nannte, in Rastatt. Danach trat er 1815 in den badischen Militärdienst. Im gleichen Jahr wurde er zum Leutnant der Artillerie ernannt. 1826 wurde er an die Seite des Großherzog Leopold von Baden berufen, wo er 1829 zum Hauptmann befördert und 1830 dessen Flügeladjutant wurde. Nach weiteren Beförderungen wurde er schließlich Militärbevollmächtigter des Landes im Frankfurter Bundestag.

Er interessierte sich für die Landesgeschichte, war Mitglied im badischen Altertumsverein und schrieb über die Schlösser in Baden und verfasste eine Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben.

1830 heiratete er die verwitwete Maria Anna Elisabeth von Vincenti, geb. von Huetlin, deren Mann, August von Vincenti, ein großherzoglicher Hauptmann, bereits 1824 gestorben war. Anna war eine Freundin von Marie Ellenrieder, die dieses Porträt auch gemalt hat in der Zeit, als sie in Karlsruhe für den Hof Aufträge ausführte.

Das Ehepaar von Hochfelden lebte in Karlsruhe, später kurze Zeit in Heidelberg und dann in Baden-Baden.

Riding habit

Lederwülste und Volumen: Das Outfit von Isabelle Dingler ist die moderne Interpretation der Reitmode für Frauen im 19. Jahrhundert.

Der Ausgangspunkt für diese Kreation war das Gemälde „Bildnis des Generals Krieg von Hochfelden und seiner Gemahlin zu Pferde“ von Rudolf Kunzt und Marie Ellenrieder aus dem Jahr 1832. Für die angehende Designerin Isabelle Dingler geht es nicht nur um die Kleidung der Frau, sondern auch um ihre gesellschaftliche Rolle. Eingezwängt von Miedern und ellenlangen Röcken war es gar nicht so einfach, auf einem Pferd zu reiten, vor allem nicht im Damensitz!

Dass frau sich so zu verhalten hatte, war aber gesellschaftlich vorgeschrieben und auch vom Status abhängig. Zeit, die Frau aus dieser männerdominierten Gesellschaft zu befreien!
Hinter dem roten Rock aus Softshell-Material der Kreation von Isabelle Dingler verbirgt sich die historische Vorlage der sogenannten Riding habit: Hier wurde der Rock asymmetrisch geschnitten und in vielen Lagen übereinander geklappt, so dass frau auf ein Pferd steigen konnte und trotz mehrerer Meter Stoffbahnen genügend Bewegungsfreiheit hatte. Isabelle Dingler interpretiert diesen Rock neu, indem sie ein für Outdoorsportarten typisches Material wählt, sogenanntes Softshell.

Der historische Rockschnitt findet sich aber auch in der Lederjacke wieder: Durch Drapagen und Schichtungen wurde aus einem Rock ein Ärmel, den sie gekonnt zu einer stylishen rückenfreien Jacke umfunktioniert hat.

Außergewöhnlich sind an der Kreation auch die verwendeten Materialien. Aus dem festen Stoff und engsitzenden Schnitten der Frau auf Ellenrieders Gemälde leitet Isabelle Dingler dehnbares Jersey, robustes Leder und windabweisendes Softshell ab – perfekt für eine Outdoorsportart wie das Reiten! Und die Materialien unterstreichen obendrein noch den Wunsch nach Freiheit. Nicht nur in der Bewegung, sondern auch im Leben. Die Frau kann mit diesem Outfit die Zügel selbst in die Hand nehmen und bestimmt, wohin es geht: Raus aus den Konventionen und gesellschaftlichen Pflichten, rein in ein selbstbestimmtes Leben!

Bildnis des Generals Krieg von Hochfelden und seiner Gemahlin zu Pferde

Der General Krieg von Hochfelden und seine Gemahlin sind beide in modischer Reitkleidung dargestellt. Die Gräfin, die im damals üblichen Damensitz reitet, trägt ein in der Taille eng geschnittenes Kleid mit sogenannten Keulenärmeln. Auf ihrer über den Ohren gebauschten biedermeierlichen Frisur sitzt ein kleiner mit einem Schleier geschmückter Reitzylinder.

Der Graf trägt die nach der Französischen Revolution auch an den meisten Höfen eingeführten Pantalons, die die Kniehosen ablösten und die Vorläufer der heutigen Herrenhosen sind. Der uniformartige Leibrock ist vorne geschnürt. Auch die männlichen Überröcke waren eng tailliert und zeigten an der Schulter leicht erweiterte Ärmel. Der Zylinder gehörte im Biedermeier zur Tracht des Bürgers.

Das Ehepaar reitet im versammelten Galopp an den Betrachter*innen vorbei. Die Gruppe ist so arrangiert, dass sowohl die Pferde als auch die Reiter*innen zu erkennen sind. Vom theatralischen Darstellung, die bei klassischen Reiterporträts üblich war, ist nicht mehr viel zu sehen. Hier überwiegt eine sachliche Darstellung. Das kleine Format des Bildes zeigt, dass es sich nicht um den Typus eines Reiterbildes handelt, sondern um ein privates Porträt, frei von jeder repräsentativen Funktion.

Den Forderungen der traditionellen Reiterporträts, den Menschen in seiner Herrschaft über das Tier und damit als Sinnbild der Macht zu zeigen, kamen die beiden biedermeierlichen Künstler*innen – Ellenrieder und Kuntz – nicht mehr nach.

Wer ist eigentlich … Johann Baptist Tuttiné?

„Einer der überall sehr geachteten badischen Künstler“ – so lautet eine Beschreibung zu Johann Baptist Tuttiné aus dem Jahr 1875. Zu dieser Zeit hatte er sich bereits einen Namen als Maler gemacht.

Hätte er als Kind gewusst, dass ihm einmal solcher Ruhm zuteil werden würde, hätte er vermutlich nur den Kopf geschüttelt. 1838 in Bräunlingen geboren, verbrachten Johann und sein jüngerer Bruder Roman Teile ihrer Kindheit bei einem Pflegevater. Als Johann Baptist Tuttiné zehn Jahre alt war, starben die Eltern an den Pocken. Von den ursprünglich acht Geschwistern wurde nur Roman älter als 26 und überlebte später sogar seinen älteren Bruder.

Weil Johann Baptist Tuttiné schon immer gerne gezeichnet hatte – vor allem die heimische Landschaft mit ihren Bewohner*innen und den Tieren – stand sein Entschluss fest: Maler werden! Bis dahin war es aber noch ein langer, entbehrungsreicher Weg: Geldsorgen, lange Lehrzeiten und harte Arbeit. Er musste zunächst eine dreijährige Lehre als Uhren- und Schildmaler absolvieren und weitere vier Jahre arbeiten, um Geld anzusparen.

Aber mit viel Fleiß, Geduld und Geschicklichkeit schaffte er es, dass er mit seinen Zeichnungen an der Großherzoglichen Kunstschule in Karlsruhe angenommen wurde und Kunst studieren durfte. Zu dem Zeitpunkt war er 21 Jahre alt. Sein Studium finanzierte er sich selbst durch Nebenjobs als Zeichner. Tuttiné studierte sogar bei Carl Hoff, von dem ebenfalls ein Gemälde (Vor dem Ausmarsch) in der Ausstellung zu sehen ist.

Tuttiné war ein begnadeter Zeichner, der ein gutes Auge für Faltenwurf und Kleidung hatte. Besonders Porträt- und Genremalerei lagen ihm. Feine Damen aus der Gesellschaft, wie Alberta von Freydorf, malte er ebenso wie bäuerliche Umgebungen und die einfachen Menschen. Und das machte er so gut, dass er 1881 von der Stadt Karlsruhe beauftragt wurde, die Trachtenabteilung eines historischen Festzugs zu organisieren. Begeistert von dem Umzug, bat der Großherzog ihn persönlich darum, diesen auch künstlerisch auf ein Bild zu bringen. Mit diesem Auftrag sollte Tuttiné bis zum Ende seines Lebens beschäftigt sein. Mit nur 51 Jahren erlag er in Karlsruhe einer längeren Krankheit.

How to tie a tie

„Der einfache Knoten“ oder „Four in Hand“

Ein schickes Event steht an aber du weißt nicht, wie man eine Krawatte bindet? – Dann bist du mit diesem klassischen Krawattenknoten für Anfänger auf der sicheren Seite!

Um den einfachen Krawattenknoten zu binden, stelle zunächst deinen Hemdkragen auf und knöpfe den obersten Knopf zu, bevor du die Krawatte um deinen Hals legst.

Lege das breite Ende der Krawatte über das schmale.

Führe das breite Ende hinter dem schmalen nach rechts.

Lege das breite Ende nach links weiter um das schmale herum, so dass das schmale Ende sozusagen einmal vom breiten „umwickelt“ wurde.

Ziehe das breite Ende nun hinter dem umwickelten schmalen Ende nach oben zum Hals hinauf und führe es anschließend durch die entstandene Schlinge wieder herunter.

Halte das schmale Ende fest und ziehe leicht am breiten Ende, um die Schlinge anzuziehen. Den gesamten Knoten kannst du nun einfach bis zum obersten Hemdknopf hochziehen, bis die Krawatte sitzt. Fertig!

Random fact:
Der Name „Four in Hand“ kommt von den Kutschern aus dem 18. Jahrhundert, die sich ihre Halstücher zum Schutz vor Kälte bei schlechtem Wetter mit dieser Knotentechnik umgebunden haben. Da sie meist mit einer Hand vier Pferde halten mussten, während die andere Hand das Knoten des Halstuchs übernehmen musste, hat sich der Name „Four in Hand“ für diesen Krawattenknoten entwickelt.

Black tie – Dresscodes und ihre Bedeutung

Du bist zu einem festlichen Anlass eingeladen, aber es gibt einen Dresscode? Wir verraten dir, was sich hinter Black Tie und Co. verbirgt!

Casual
Dieser Dresscode sorgt meist für Entspannung vor dem Kleiderschrank. Es darf alles angezogen werden, was lässig, leger und bequem ist. Das heißt jetzt allerdings nicht, dass die Joggingbuchse ausgepackt werden sollte! Ein lockeres Hemd, ein bequemer Jumpsuit oder das stylishe Sommerkleid sind gerne gesehen, auch T-Shirts und Jeans gehen klar. Casual ist der unausgesprochene typische Dresscode für den Alltag, die Schule oder ein Treffen mit Freund*innen in einer Bar.

Business
Let’s get busy! Mit Business-Kleidung verbinden viele Menschen Anzüge und Blazer. Tatsächlich unterscheidet man diesen Dresscode in den lockereren Business Casual und die elegantere Variante des Business Attire. Während ersterer eine Mischung zwischen dem schicken Büro- und dem saloppen Feierabendoutfit darstellt, bedeutet Business Attire auf jeden Fall Anzug für die Herren und Kostüm oder Hosenanzug für die Damen. Dieser Dresscode ist repräsentativ und bekleidet vor allem Personen in Banken und großen Firmen.

Black Tie
Steht auf der Einladung Black Tie gilt Smoking-Pflicht, und zwar in in Schwarz oder sehr dunklem Blau. Wie der Name bereits vermuten lässt, trägt man dazu eine schwarze Fliege. Auch die Hemdenfarbe ist vorgegeben – Experimente mit bunten oder gemusterten Stoffen sind tabu, stattdessen ist ein schlichtes Weiß gewünscht. Für Frauen bedeutet dieser Dresscode ein bodenlanges, in der Farbe unauffälliges, meist einfarbiges Kleid. Der Black Tie-Dresscode ist typisch für elegante Hochzeiten oder Abschlussbälle. Übrigens: Smokings trägt man erst nach 18 Uhr!

White Tie
Wer jetzt dachte, Black Tie sei schon sehr feierlich, der mache sich jetzt bereit für das Ultimo an Festlichkeit: Der White Tie-Dresscode wird eigentlich nur bei hochoffiziellen Anlässen gewählt – also beispielsweise wenn die Queen einlädt – und ist sehr streng. Mit einem Smoking ist man an dieser Stelle underdressed, hier muss der Herr im Frack erscheinen und die Dame im elegantesten Abendkleid. Krawatten sind ein Fauxpas, erlaubt sind nur weiße Fliegen!

No Go!
Den Übergang von Hose und Hemd sollte Mann verstecken. Das geht am besten mit einer Weste! Oder wie wäre es mit einem richtig noblen Teil? Der sogenannte Kummerbund ist eine Bauchbinde aus dem gleichen Stoff wie der Anzug oder der Smoking.

Lookbook Alberta

It-Piece der Ballsaison: Das cremefarbene Seidenkleid hat einen glockenförmigen Rock, der perfekt durch die spitze Schneppe des Oberteils gestreckt wird. Der in wallenden Falten fallende Rock bekommt durch eine Krinoline besonders viel Volumen! Obwohl er so leicht aussieht, besteht der Rock doch aus mehreren Metern Stoffbahnen!

Nicht nur für Bräute: Der luftige Tüllschal verleiht auch einem schlichten Kleid einen eleganten Look. Besonderer Hingucker: Die XXL-Variante!

Bordüren und Co.: Durch die gestickten Bordüren in Blattoptik werden die tiefsitzenden Armausschnitte betont. Alberta hat sich für florales Dekor in Form von Eichenlaub entschieden. Zusammen mit der feinen Spitzenborte, durch die ein dunkles Band läuft, bildet das Oberteil des Kleides nicht nur einen Hingucker, sondern wird auch zum Rock und Dekolleté hin abgerundet.

Oh la la: Um die schmale Wespentaille noch mehr zu betonen, trägt Alberta einen tiefsitzenden, weiten Ausschnitt. So sehen ihre Schultern und ihr Hals schmaler aus und das, was betont werden soll, bekommt noch mehr Volumen. Kein schlechter Trick, dieses Off-Shoulder-Kleid! Damit alles dort bleibt, wo es hingehört, trägt sie ein Korsett (siehe hier).

Darf’s noch etwas mehr sein? In Punkto Schmuck setzt Alberta ganz auf ein Highlight: Ihr coelinblaues Halsband mit glitzerndem Anhänger passt perfekt zur Robe unie! Besonders schmeichelhaft sind die langen Bänder, die über den freien Rücken und den Rock fallen. Hier stimmt die alte Weisheit – weniger ist manchmal mehr! Ergänzt wird ihr Outfit durch schlichte kleine Perlenohrringe, einem goldenen Armreifen und dem goldenen Ehering.